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© Andreas Känner

Servergehäuseumbau in "3D-Druck Das Magazin"

Das aktuelle Heft, "3D-Druck - Das Magazin" Ausgabe 2/2014 aus dem VTH-Verlag  enthält einen Artikel, in dem ich beschreibe, wie man relativ einfach ein Servergehäuse zu einem Gehäuse für einen 3D-Drucker umfunktionieren kann. Ich beschreibe auch worauf es ankommt, wenn man mit ABS drucken will.

Das Magazin ist ab dem 24. September im Zeitschriftenhandel erhältlich:

Die im Artikel angesprochenen STL-Dateien finden Sie hier.

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Einzeigeruhren + 3D-Drucker

Was haben Einzeigeruhren mit 3D-Druckern zu tun? Was sind überhaupt Einzeigeruhren? Die letzte Frage lässt sich schnell beantworten. Einzeigeruhren haben lediglich einen Stundenzeiger. Den Minuten und Sekundenzeiger gibt es nicht. Trotzdem lässt sich - abhängig vom Modell - die Uhrzeit schon auf ein paar Minuten genau ablesen.

Ich wollte es mal mit einer Einzeigeruhr versuchen und kaufte mir ein Modell mit einer 12-Stunden Einteilung. Bei diesem Modell macht der Zeiger zwei Umdrehungen pro Tag. Genau so wie bei einer "normalen" Uhr. Es gibt auch noch Modelle mit einer 24-Stunden Einteilung, die dann nur eine Umdrehung pro Tag machen. 

Nach kurzer Zeit hatte ich allerdings das Gefühl, daß die Uhr manchmal vor und manchmal nach ging. Ich war einfach neugierig und wollte der Sache auf den Grund gehen. Deshalb schrieb ich ein Programm, das aus etwa 3000 Einzelbildern, die ich alle dreißig Sekunden vom Zifferblatt der Uhr aufnahm, zu jedem Zeitpunkt die sichtbare Uhrzeit ermittelte, sprich von der Uhr ablas und das dann mit der tatsächlichen  Zeit verglich. Heraus kam eine Zeitraffer-Video in dem neben der Uhr auch die Abweichung zu jedem Zeitpunkt des Tages ersichtlich ist.

Einige dieser Videos sind hier zu sehen: http://www.watchinmotion.de

Das Programm habe ich eigentlich nur für mich geschrieben um herauszufinden, wie solche Uhren "ticken". Da es nun schon da ist, werde ich in Zukunft noch mehr Uhren vermessen. 

Mit 3D-Druck hat es natürlich auch was zu tun. Die ca 3000 Bilder müssen direkt von oben mit immer dem gleichen Abstand und den selben Einstellungen aufgenommen werden. Die Kamera ist eine Canon G10 mit einer angepassten Firmware, die Intervallaufnahmen möglich macht (siehe: CHDK-Projekt). Ganz wichtig ist auch die Beleuchtung. Denn um dem Programm die Arbeit zu erleichtern, sollten die Bilder möglichst keine Spiegelungen enthalten. Jedenfalls nicht in dem Bereich in dem sich der Zeiger befindet. 

Ich habe deshalb mit dem 3D-Drucker eine spezielles Kamera-Stativ gedruckt. Wobei der Begriff "Stativ" vielleicht zu hoch gegriffen ist. Hier sind ein paar Bilder davon:

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Ein praktischer 3D Drucker

3D-Druck ist ein faszinierendes Hobby das immer mehr Menschen begeistert. Der Markt für 3D-Drucker scheint zu boomen, denn es wird fast jede Woche ein neuer 3D-Drucker vorgestellt. Einige Hersteller und auch Open Source Projekte versuchen möglichst kostengünstige Drucker zu produzieren. Andere bieten Drucker mit mehreren Farben an und es gibt Drucker die besonders schnell drucken können.

Doch was ist wirklich wichtig? Ich habe diese Frage für mich beantwortet und einen Drucker konstruiert, der exakt meinen Vorstellungen entspricht:

  • Er ist für den Druck mit ABS optimiert, denn ABS bricht nicht so schnell und ist temperaturbeständiger als PLA.
  • Er sondert während des Drucks keine giftigen Dämpfe ab, da er vollkommen geschlossen ist.
  • Er ist wartungsfreundlich, da sich die komplette Mechanik aus dem Gehäuse nehmen lässt.
  • Der Extruder ist gut zugänglich und kann bei Bedarf leicht gereinigt werden.
  • Der Kunststoffdraht kann leicht gewechselt werden.
  • Die Elektronik kann zu Einstellungszwecken leicht erreicht werden.
  • Er druckt selbstständig von einer Speicherkarte ohne einen angeschlossenen PC oder Mac.
  • Er hat eine sogenannte Dauerdruckplatte, die für eine extrem gute Haftung sorgt. Das spart Zeit und Ärger.
  • Die Mechanik ist durch ein ausgeklügeltes Stecksystem leicht zusammen zu bauen und doch sehr präzise.
  • Die Mechanik und auch das Gehäuse sind aus Stahl. Der Drucker wackelt selbst bei hohen Druckgeschwindigkeiten nicht.
  • Das Gehäuse ist "von der Stange" und sieht nicht nur professionell aus, sondern erhält durch eine innen angebrachte Wärmedämmung eine hohe Temperatur, die für einen verzugsfreien Druck von ABS wichtig ist.
  • Plastikteile von bis zu 200x200x200 mm können gedruckt werden.
Der Drucker ist nicht der billigste aber mit Sicherheit einer der preiswertesten wenn man bedenkt was er leistet. Ich würde ihn ohne weiteres mit Geräten der 2000€ Klasse vergleichen. Im Selbstbau muss man mit Kosten von etwa 1000€ rechnen. Durch die Wahl einer anderen Elektronik lassen sich die Kosten senken. Wer lieber mit PLA drucken möchte, braucht eventuell gar kein Gehäuse usw.

Der erste Prototyp läuft seit ein paar Wochen und der zweite ist im Bau. In Zukunft sind noch Erweiterungen, wie z.B. eine Absauganlage geplant.

Bei Fragen zu dem Gerät schreiben Sie mir eine E-Mail: andreas@plastikdrucker.de.

Hier ein Video und Bilder:

http://www.plastikdrucker.de/drucker2/video.m4v

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ABS-Natur ist nicht gleich ABS-Natur

Ich hatte vor längerer Zeit zwei Rollen mit ABS-Natur, bei Reprapworld.com gekauft und war sehr zufrieden mit der Druckqualität. Nun waren die Rollen leer und Ersatz musste her. Also bestellte ich erneut. Das neue Filament ist offensichtlich von einem anderen Hersteller oder von einer anderen Qualität, denn die Druckergebnisse mit den bisherigen Einstellungen waren nicht so gut. Links ist ein Ausdruck mit dem neuen Filament, rechts einer mit dem alten Filament:

Deutlich sind links vertikale Stufen zu erkennen. Ich konnte mir den Effekt nicht erklären, bis ich das Kunststoffprofil in voller Länge gedruckt hatte. In dem Ausdruck sind an einigen Stellen Risse zu erkennen, was darauf hindeutet, das die Extrudertemperatur zu niedrig war. Also probierte ich es mit höheren Temperaturen aus und siehe da, bei 245 Grad Celsius war der Ausdruck wieder so gleichmäßig wie zuvor. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen wenn er mal so ein merkwürdiges Muster in seinen Teilen sieht :-)

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Autonom drucken mit einem LCD Controller

Der 3D-Drucker läuft teilweise mehrere Stunden am Stück und bis vor kurzem verwendete ich die Repetier-Host Software in Verbindung mit einem PC, um den G-Code an den Drucker zu schicken. Alleine weil ich den Strom für den PC sparen wollte, habe ich die Elektronik im 3D-Drucker um eine autonome Steuerung erweitert. Den Smart LCD Controller von ElecFreaks. Erhältlich ist er z.B. hier: komputer.de

Ich muss sagen, die Sache funktioniert ganz gut. Man lädt die Dateien mit dem G-Code auf eine SD-Karte, schiebt diese in den Controller und anschließend kann man ohne PC drucken. Mit dem Drehencoder kann man während des Drucks noch die Geschwindigkeit verändern. Schöner Nebeneffekt: Der Drucker druckt jetzt merklich "flüssiger" - ich kann das nur so beschreiben. Mit der PC basierten Steuerung traten hin und wieder Ruckler auf.

Ursprünglich wollte ich ein fertig konstruiertes Gehäuse von Thingiverse für den LCD Controller verwenden. Leider passte das ganze dann doch nicht zu dem Controller. Ich habe deshalb ein Gehäuse aus Holz konstruiert.

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